Geschlossene Fonds

Bei geschlossenen Fonds wird nur eine bestimmte Zahl von Anteilen über eine fest begrenzte Anlagesumme ausgegeben (Closed-end-Prinzip). Bei Erreichen des geplanten Volumens wird der Fonds geschlossen, die Ausgabe von Anteilen wird eingestellt. Im Gegensatz zu offenen Fonds besteht keine Verpflichtung der Gesellschaft, Anteile zurückzunehmen. Die Anteile können nur an einen Dritten, gegebenenfalls über eine Börse, verkauft werden. Der erziel bare Preis richtet sich dann nach Angebot und Nachfrage.

Seit April 1998 ist es möglich, Investmentfonds im Sinne des KAGG auch als geschlossene Fonds zu gestalten. Daneben kommen geschlossene Fonds in Deutschland in Form geschlossener Immobilienfonds vor, die allerdings keine Investmentfonds nach dem KAGG sind: Sie werden vor allem aus steuerlichen Gründen konzipiert und sind regelmäßig in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft organisiert.