Anspruch auf Dividende

Die Dividende, die jährliche Gewinnausschüttung für eine Aktie, wird in Euro pro Stück ausgedrückt. Anders als der Zins eines Wertpapiers ist die Dividende vom Bilanzgewinn abhängig, den das Unternehmen im Geschäftsjahr ausweisen kann. Die Hauptversammlung beschließt - unter Berücksichtigung der Vorgaben des Aktiengesetzes und der Satzung - über die Gewinnverwendung. Der Anteil eines einzelnen Aktionärs am Gewinn richtet sich in der Regel nach seinem Anteil am Gesellschaftskapital.

Unterschiedliche Dividendenberechtigung

Bei einer Kapitalerhöhung werden die neuen Aktien ("junge Aktien") unter Umständen zunächst mit einer geringeren Dividendenberechtigung ausgestattet als die bereits im Umlauf befindlichen Aktien ("alte Aktien"): Die Emissionsbedingungen können vorsehen, dass die jungen Aktien für das laufende Geschäftsjahr nicht voll dividenden berechtigt sind.

Dividendenbesteuerung

Bei inländischen Kapitalgesellschaften beträgt die Körperschaftsteuer 25 % (zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer) unabhängig davon, ob der Gewinn ausgeschüttet oder thesauriert wird. Die von der Kapitalgesellschaft einbehaltene Körperschaftsteuer kann von Ihnen als Anleger im Rahmen Ihrer Steuerveranlagung weder angerechnet noch abgezogen werden. Zum Ausgleich der fehlenden Steueranrechnung wird die Dividende in der Regel nur zur Hälfte besteuert (Halbeinkünfteverfahren). Haben Sie Ihrem Kreditinstitut einen Freistellungsauftrag erteilt oder eine NV-Bescheinigung Ihres Finanzamts vorgelegt, unterbleibt ein weiterer Steuerabzug. Anderenfalls wird Kapitalertragsteuer in Höhe von 20 % auf die Bardividende (zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Kapitalertragsteuer) einbehalten und kann im Gegensatz zur Körperschaftsteuer in voller Höhe auf Ihre individuelle Steuerschuld angerechnet, das heißt bei Ihrer späteren Steuerveranlagung als Vorauszahlung berücksichtigt werden.